NEWS

AVAILABLE DOWNLOADS:

Please log in

31.10.2008 DIE AIR GATES MACHEN ARCH NERVÖS

Zwei Pylon-Hits im Training lassen Paul Bonhomme wieder hoffen.

Nach zwei nervenaufreibenden Pylon-Hits mit seiner Edge 540 in den ersten beiden Trainingsflügen von Perth, hat Hannes Arch bei seinem dritten Flug die zweitschnellste Zeit im Freitagstraining erzielt. Vor ihm war sein großer Rivale um den WM-Titel, Paul Bonhomme. Mit einer Superzeit von 1:14.34 setzte der Titelverteidiger den Österreicher auf dem heimtückischen Kurs gehörig unter Druck. Einzig der Brite besitzt Außenseiterchancen, Hannes Arch den ersten WM-Titel in seiner erst zweiten Saison wegzuschnappen.

„Es ist sehr gut, dass ich ihn nervös machen konnte,“ sagte Bonhomme. Er ist mit 45 Punkten momentan zweiter und kann Arch nur noch mit einem Sieg am Sonntag vom Weltmeistertreppchen stoßen. Gleichzeitig müsste Arch Australien ohne einen einzigen WM-Punkt verlassen. Genau das ist dem Österreicher seit dem Vorjahresrennen von Perth bisher nicht passiert. „Der ganze Druck liegt jetzt auf Hannes und darin liegt unser Vorteil. Wir werden ihn sicher nicht einfach drauflos fliegen und den WM-Titel abholen lassen.“

Der Österreicher hat nach seinem Sieg in Porto vor Paul Bonhomme die WM-Führung übernommen. Die beiden Pylon-Hits hätten ihn nicht wirklich irritiert, betonte Hannes Arch, „obwohl der eine im ersten Training eine direkte Berührung war.“ Lieber sei ihm, im Training Probleme mit den Air Gates zu haben, und nicht am Renntag. „Ich hab es nicht nur mit dem Propeller gestreift, sondern mit dem ganzen Flugzeug touchiert. Ich bin direkt rein geflogen. Dann ist der Pylon regelrecht explodiert,“ schilderte Arch. Es habe seiner Meinung nach nichts mit den Nerven zu tun gehabt, denn er habe sich auf der Rennstrecke sehr wohl gefühlt. Er sei richtig ruhig gewesen. „Nach dem Pylon-Hit habe ich auf dem restlichen Kurs sogar noch eine schnelle Zeit geschafft. Es war ja nur im Training, und da geht man halt an seine Grenzen. Man will ja auch die Ideallinie finden. Das hat nur einmal nicht funktioniert,“ blieb der Österreicher zuversichtlich.

Im letzten Freitagstraining konnte der Österreicher weitere Air-Gate-Berührungen verhindern. Selbst bei einer 10-Sekunden-Strafe für einen Pylon-Hit im Qualifying am Samstag, würden Arch’s WM-Chancen weiterhin intakt bleiben. Im Kampf der langsamsten vier Piloten um einen WM-Punkt würde er am Sonntag nur noch diesen einen Punkt brauchen, um den ersten WM-Titel seiner Karriere zu fixieren.

„Im letzten Training wollte ich heute einfach einen Sicherheitslauf schaffen. Einen solchen brauche ich auch morgen in der Qualifikation,“ sagte er. „Umso schöner ist es, dass ich trotzdem noch eine gute Zeit hingelegt habe. Von den Air Gates war ich weiter weg, ich spielte auf Sicherheit.“ Außerdem wisse er jetzt ganz genau, wo er Zeit gegen Paul Bonhomme verloren habe. „Gegen Ende der Strecke hab ich mir dann gesagt: Mach dich jetzt nicht nervös. Schau einfach, dass du ohne Penalties ins Ziel kommst,“ gibt sich Hannes Arch locker. „So werd’ ich es auch am Samstag machen.“

Überraschender Dritter war wieder einmal Nigel Lamb, der mit seiner MXS die starke Leistung vom Donnerstag bestätigen konnte. Vorjahresweltmeister Mike Mangold wurde Vierter. Auf Platz fünf landete mit dem Franzosen Nicolas Ivanoff der Sieger von Perth 2007.