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19.07.2008 Pole Position für Bonhomme

Der Brite gewinnt das Qualifying in Rotterdam

Zunehmender böiger Wind über dem Maas Fluss haben beim Qualifying für das Red Bull Air Race Rotterdam den 12 Piloten das Leben schwer gemacht und dafür gesorgt, dass der zweite Durchgang abgesagt werden musste. Trotz dieser schlechten Wetterbedingungen und eines 3-Sekunden-Penalties hat der britische Pilot Paul Bonhomme die schnellste Zeit erzielt und seinen größten Rivalen den Titelverteidiger Mike Mangold hinter sich gelassen.

Die „alles oder nichts“ - Strategie des Briten ist aufgegangen. Er hatte viel riskiert und wegen eines falschen „Knife“ eine 3-Sekunden-Strafe kassiert, hatte aber mit einer Zeit von 1:20.71 die Führung übernommen und geht auf Grund der Absage des zweiten Durchganges als Sieger aus dem Qualifying hervor. Eigentlich wollte der Brite einen Sicherheitslauf hinlegen und einfach nur eine anständige Zeit schaffen. Der Wind puschte ihn aber in Richtung des ersten Gates. „Mit etwas Druck ist man oft konzentrierter und schneller“, meinte er. „Sich wie ein Wilder in den Lauf zu stürzen ist zwar etwas riskant, aber eine gute Übung für den Renntag.”

Der Sieger der letztjährigen Red Bull Air Race World Series Mike Mangold positionierte sich mit einer Zeit von 1:21.06 auf dem zweiten Rang. Er hatte als erstes in das Qualifying starten müssen nachdem er im Abschlusstraining am Donnerstag disqualifiziert worden war. Mit seinem Ergebnis im Qualifying ist der Amerikaner ganz zufrieden. “Ich wäre gerne noch einmal geflogen. Beim ersten Durchgang habe ich es etwas lockerer angepackt und hätte meine Zeit in einem weiteren Lauf sicher noch verbessern können”, sagte er. Sein amerikanischer Kollege Kirby Chambliss kam mit einer Zeit von 1:21.66 auf den dritten Platz.

Wirklich enttäuscht hat beim Qualifying der Österreicher Hannes Arch, der es nicht geschafft hat, seine imposante Leistung vom Training zu wiederholen. Dort war er dank seines neuen hochmodernen und aerodynamischen Cockpitdaches sehr schnell gewesen. Im Qualifying musste er gleich zwei 3-Sekunden-Penalties für falsche Höhe und eine falsches “Knife” einstecken und sicherte sich mit 1:24.70 gerade noch einen Platz für die Super Eights.

Die weiteren Piloten im morgigen Rennen der besten Acht (Super Eights) sind die Briten Steve Jones und Nigel Lamb, der Ungar Peter Besenyei und der Amerikaner Michael Goulian. Der von den Holländern adoptierte Franzose Nicolas “van der” Ivanoff in seinem orangenen Flugzeug qualifizierte sich nicht für die Super Eights am Sonntag. Auch die schnellste Startgeschwindigkeit von 351 km/h hatte ihm nicht zu einem guten Rennen verholfen. Ein 3-Sekunden-Penalty für zu hohes Fliegen bedeutete für ihn nur den zehnten Platz und das Aus für die Super Eigths. “Wegen meiner vielen holländischen Fans wäre ich gerne unter den besten Acht gewesen”, meinte er. „Leider hat es diesmal nicht gereicht.“

Gute Nachrichten gibt es für alle Zuschauer vor Ort. Die Eintrittskarten des Qualifyings gelten auf Grund des abgesagten zweiten Durchganges auch beim morgigen Rennen.